Rumours

Rumours
Studioalbum von Fleetwood Mac

Veröffent-
lichung(en)

4. Februar 1977

Aufnahme

Februar–August 1976

Label(s) Warner Bros. Records

Format(e)

LP, CD, MC, DVD-A, SACD

Genre(s)

Pop-Rock, Softrock, Folk-Rock

Titel (Anzahl)

11

Länge

40:03

Besetzung
  • Stevie Nicks – Gesang
  • Lindsey Buckingham – Gitarre, Gesang, Perkussion
  • Christine McVie – Keyboards, Synthesizer, Gesang

Produktion

Fleetwood Mac, Ken Caillat, Richard Dashut

Studio(s)

Chronologie
Fleetwood Mac
(1975)
Rumours Tusk
(1979)

Rumours (Englisch für Gerüchte) ist das elfte Studioalbum der Rockband Fleetwood Mac. Es erschien 1977 und gehört mit 40 Millionen verkauften Exemplaren zu den weltweit meistverkauften Alben. Bereits im Dezember 1976 war die Single Go Your Own Way ausgekoppelt worden.

Geschichte

In den zwei Jahren seit dem Erscheinen des vorherigen Albums waren die Verhältnisse innerhalb der Band schwierig geworden. Mick Fleetwood trennte sich von seiner Frau Jenny. Lindsey Buckingham und Stevie Nicks, die eine Beziehung hatten, als sie der Gruppe beitraten, trennten sich ebenfalls, genauso wie John und Christine McVie, obwohl alle fünf in der Band blieben. Das bedeutete, wie Stevie Nicks später darlegte, dass Leute, die normalerweise keine Rolle im Leben der anderen spielten, viele Stunden und schwere Zeiten zusammen erlebten. Christine McVie merkte später an, dass sie jeweils gegenseitig über sich schrieben, daher auch der Titel des Albums.

Nicks hielt das von Buckingham geschriebene Stück Go Your Own Way für eine düstere Anspielung auf die vorauszusehende Trennung dieser Besetzung, und sie und Buckingham diskutierten darüber. Dreams war ihr Versuch, optimistischer zu sein. You Make Loving Fun bezieht sich auf eine Affäre zwischen Christine McVie und dem leitenden Beleuchter der Gruppe. Gold Dust Woman ist eine Anspielung auf Kokain. Don’t Stop wurde von Christine McVie nach ihrer Scheidung geschrieben und gewährte eine optimistische Aussicht auf ihre frisch getrennten Leben.

Songbird wurde von Christine McVie als „eine kleine Hymne“ beschrieben, die „für uns alle bestimmt ist“. Von The Chain wurden die letzten eineinviertel Minuten zuerst geschrieben, ohne dass es einen Titel gab. Stevie Nicks hatte diesen Teil allein geschrieben und zeigte ihn den anderen. Daraufhin hatte Buckingham eine Idee für den Beginn, und der erste Teil wurde aufgenommen.[1]

Auf dem Cover des Albums sind Stevie Nicks und Mick Fleetwood als tanzendes Paar in schwarzweiß dargestellt. An Fleetwoods Hosenbund sind Klick-Klack-Kugeln befestigt. Auf der Rückseite sowie einem beigelegten Blatt sind einige Fotografien der Band abgebildet, auf dem auch die Songtexte abgedruckt sind.

Titelliste

Originalausgabe

Seite 1

  1. Second Hand News (Lindsey Buckingham) – 2:43
  2. Dreams (Stevie Nicks) – 4:14
  3. Never Going Back Again (Buckingham) – 2:14
  4. Don’t Stop (Christine McVie) – 3:11
  5. Go Your Own Way (Buckingham) – 3:38
  6. Songbird (C. McVie) – 3:20 Aufgenommen im Zellerbach Auditorium, University of California, Berkeley, 3. März 1976

Seite 2

  1. The Chain (Nicks, Buckingham, C. McVie, John McVie, Mick Fleetwood) – 4:28
  2. You Make Loving Fun (C. McVie) – 3:31
  3. I Don’t Want to Know (Nicks) – 3:11
  4. Oh Daddy (C. McVie) – 3:54
  5. Gold Dust Woman (Nicks) – 4:51

Neuausgabe von 2004

  1. Second Hand News (Buckingham) – 2:43
  2. Dreams (Nicks) – 4:14
  3. Never Going Back Again (Buckingham) – 2:02
  4. Don’t Stop (C. McVie) – 3:11
  5. Go Your Own Way (Buckingham) – 3:38
  6. Songbird (C. McVie) – 3:20
  7. Silver Springs (Nicks) – 4:33
  8. The Chain (Buckingham, Fleetwood, J. McVie, C. McVie, Nicks) – 4:28
  9. You Make Loving Fun (C. McVie) – 3:31
  10. I Don’t Want to Know (Nicks) – 3:11
  11. Oh Daddy (C. McVie) – 3:54
  12. Gold Dust Woman (Nicks) – 4:51

Anmerkung: Der Titel Silver Springs wurde als B-Seite von Don’t Stop und Go Your Own Way veröffentlicht. Dieser Song, der ursprünglich auf die LP kommen sollte, wurde wegen seiner Länge von 4:33 nicht verwendet. Der kürzere Titel I Don’t Want to Know war der Ersatz. Die Standardversion von Rumours enthält mittlerweile Silver Springs.

Erfolg

Verkaufszahlen

Rumours hielt sich 31 Wochen an der Spitze der Billboard-Charts. Allein in den USA hat es sich mehr als 20 Millionen Mal verkauft und wurde 2014 von der Recording Industry Association of America mit zwanzigfachem Platin-Status zertifiziert.[2]

Rezeption

Quelle Bewertung
Allmusic SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[3]
Rolling Stone SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[4]
Pitchfork SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[5]
Laut.de SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[6]

Das Album gewann 1978 den Grammy in der Kategorie Album des Jahres.

Rumours ist in zahlreichen Bestenlisten vertreten. In der Aufstellung der 500 besten Alben aller Zeiten des Rolling Stone belegte es 2020 Platz 7.[7] Die Zeitschrift New Musical Express führt Rumours auf Platz 51 der 500 besten Alben aller Zeiten.[8]

Pitchfork wählte es auf Platz 41 der 100 besten Alben der 1970er Jahre.[9] In der Auswahl der 200 besten Alben aller Zeiten von Uncut erreichte Rumours Platz 63.[10]

Das Magazin Time nahm Rumours in die Zusammenstellung der 100 wichtigsten Alben auf.[11] Das Album wurde 2003 in die Grammy Hall of Fame und 2017 in die National Recording Registry der Library of Congress aufgenommen.[12][13]

Veröffentlichungen

DVD-Audio (2003)

Die DVD-Audio Version beinhaltet zusätzlich Silver Springs (als Titel 6) nach Go Your Own Way, während Songbird ans Ende platziert wurde (Track 12). Alle anderen Titel behielten ihre ursprüngliche Nummerierung.

Diese Version bietet neben 96-kHz-/24-bit-Raumklang und Stereo-Aufnahmen eine Fotogalerie, exklusiv für DVD-Audio-Player; Dolby-Digital-5.1-Raumklang, exklusiv für übliche DVD-Player, und The Making of ‚Rumours‘, eine 37-minütige Sammlung von Audio-Interviews, die Einzelheiten zu Entstehung und Aufnahme jedes Songs bietet.

Neuausgabe (2004)

Im März 2004 veröffentlichte Warner Bros. ein Remastered-Album mit einer Bonus-CD mit Outtakes, frühen Demoversionen und Jam-Sessions.

3-CD Expanded und Deluxe Versionen (2013)

Im Januar 2013 veröffentlichte Warner Bros. zum 35. Jubiläum ein 3-CD Boxset, bestehend aus einem Remastered-Album und bisher unveröffentlichten Live-Aufnahmen von der Welttournee 1977 und einer Reihe von Session-Outtakes aus den Rumours-Aufnahmen. Gleichzeitig erschien eine Deluxe-Version mit 4 CDs, einer DVD und einer Vinyl-LP.

The Alternate Rumours (2020)

Nachdem schon von anderen Alben Versionen mit alternativen Aufnahmen der einzelnen Songs veröffentlicht worden waren, erschien im September 2020 auch von Rumours eine alternative Albumversion.

Besetzung

Chartplatzierungen

Album

Jahr Chart Platzierung
1977 Billboard 200 1
1977 Deutsche Albumcharts 6

Single

Jahr Single Chart Position
1977 Go Your Own Way Billboard Pop Singles 10
1977 Go Your Own Way Media-Control-Charts 11
1977 Dreams Billboard Pop Singles 1
1977 Dreams Media-Control-Charts 33
1977 Don’t Stop Billboard Pop Singles 3
1977 Don’t Stop Media-Control-Charts 41
1977 You Make Loving Fun Billboard Pop Singles 9

Preise und Auszeichnungen

Jahr Organisation Kategorie Sieger
1978 Grammy Award Album des Jahres Fleetwood Mac, Ken Caillat and Richard Dashut
Land/Region Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnung, Verkäufe)
Ver­käu­fe
 Australien (ARIA)[14] Platinum record icon.svg 13× Platin 950.000
 Belgien (BEA) Gold record icon.svg Gold 25.000
 Dänemark (IFPI) Platinum record icon.svg 2× Platin 40.000
 Deutschland (BVMI) Gold record icon.svg 5× Gold 1.250.000
 Frankreich (SNEP) Platinum record icon.svg Platin 300.000
 Hongkong (IFPI/HKRIA) Platinum record icon.svg Platin 20.000
 Island (IFPI) Platinum record icon.svg Platin 5.000
 Italien (FIMI) Gold record icon.svg Gold 25.000
 Japan (RIAJ) Gold record icon.svg Gold 100.000
 Kanada (MC) Diamond record icon.svg 2× Diamant 2.000.000
 Neuseeland (RMNZ) Platinum record icon.svg 13× Platin 195.000
 Niederlande (NVPI) Platinum record icon.svg Platin 100.000
 Spanien (Promusicae) Gold record icon.svg Gold 50.000
 Südafrika (RISA) Gold record icon.svg 2× Gold 50.000
 Vereinigte Staaten (RIAA) Diamond record icon.svg 2× Diamant 20.000.000
 Vereinigtes Königreich (BPI) Platinum record icon.svg 15× Platin 4.500.000
Insgesamt Gold record icon.svg 6× Gold
Platinum record icon.svg 49× Platin
Diamond record icon.svg 4× Diamant
29.610.000

Hauptartikel: Fleetwood Mac/Auszeichnungen für Musikverkäufe

Sonstiges

  • The Chain wurde nach dem Erscheinen des Albums zum regelmäßigen Eröffnungssong aller Fleetwood-Mac-Konzerte. Nachdem Buckingham die Band vor der „Tango in the Night“-Tournee 1988 verlassen hatte, appellierte Stevie Nicks während der Tournee in diesem Song immer wieder „Lindsey, please don’t break the chain!“ („Lindsey, bitte unterbrich die Kette nicht!“)[15]
  • 1998 wurde das Album unter dem Titel Legacy: A Tribute to Fleetwood Mac’s ‚Rumours‘[16] von verschiedenen Künstlern neu eingespielt. Produziert wurde dieses Album von Mick Fleetwood, Carl Stubner, Jason Flom und Scott Carlson. Das Cover zeigt eine Glaskugel, die von einer Hand umschlossen und von einer anderen berührt wird. Die Reihenfolge der Titel lautete wie auf der Originalausgabe, die Songs wurden von folgenden Künstlern eingespielt:
    1. Second Hand News – Tonic
    2. DreamsThe Corrs
    3. Never Going Back AgainMatchbox Twenty
      ist mit dem Refrain von „The Chain“ durchsetzt
    4. Don’t StopElton John
    5. Go Your Own WayThe Cranberries
    6. SongbirdDuncan Sheik
    7. The ChainShawn Colvin
    8. You Make Loving Fun – Jewel
    9. I Don’t Want to KnowGoo Goo Dolls
    10. Oh Daddy – Tallulah
    11. Gold Dust WomanSister Hazel
  • Die amerikanische Fernsehserie Glee coverte Songs in der Episode mit dem Titel Rumours. Gecovert wurden Dreams, Never Going Back Again, Songbird, I Don’t Want to Know, Go Your Own Way und Don’t Stop, außerdem wurde The Chain als Hintergrundmusik benutzt.[17]

Siehe auch

Weblinks

  • SWR1 Meilensteine - Fleetwood Mac - Rumours (Podcast; Albumbesprechung mit Musikbeispielen)

Einzelnachweise

  1. DiMartino, Dave (2004). Fleetwood Mac. In Rumours Deluxe Edition [CD liner notes]. Los Angeles: Warner Bros.
  2. Gold & Platinum auf riaa.com (abgerufen am 25. Juli 2022)
  3. Review von Stephen Thomas Erlewine auf allmusic.com (abgerufen am 25. Juli 2022)
  4. Review von John Swenson auf rollingstone.com (archiviert; abgerufen am 25. Juli 2022)
  5. Review von Jessica Hopper auf pitchfork.com (abgerufen am 25. Juli 2022)
  6. Review von Sven Kabelitz auf laut.de (abgerufen am 25. Juli 2022)
  7. The 500 Greatest Albums of All Time auf rollingstone.com (abgerufen am 25. Juli 2022)
  8. The 500 Greatest Albums Of All Time auf nme.com (abgerufen am 25. Juli 2022)
  9. The 100 Best Albums of the 1970s auf pitchfork.com (abgerufen am 25. Juli 2022)
  10. 200 Greatest Albums of All Time, in: Uncut 02/2016, Ausgabe 225, S. 44.
  11. All-TIME 100 Albums auf time.com (abgerufen am 25. Juli 2022)
  12. GRAMMY Hall of Fame auf grammy.com (abgerufen am 25. Juli 2022)
  13. Complete National Recording Registry Listing auf loc.gov (abgerufen am 25. Juli 2022)
  14. David Dale: The Tribal Mind Archive – The Music Australia Loved. (Nicht mehr online verfügbar.) The Sydney Morning Herald, 10. Januar 2013, archiviert vom Original am 12. Januar 2014; abgerufen am 31. Mai 2021 (englisch). 
  15. Fleetwood Mac: Tango in the night, DVD. – Los Angeles: Warner Bros., 1987/2003
  16. Legacy: A Tribute to Fleetwood Mac’s Rumours, Atlantis Records, 1998; CD-Cover
  17. Glee 'Rumours' Episodes Preview, Hot Gleessip. ZEibiz. 29. April 2011. Archiviert vom Original am 18. Juli 2012. Abgerufen am 7. Mai 2011.Vorlage:Cite web/temporär
Studioalben
  • Peter Green’s Fleetwood Mac (1968)
  • Mr. Wonderful (1968)
  • Then Play On (1969)
  • Kiln House (1970)
  • Future Games  (1971)
  • Bare Trees (1972)
  • Penguin (1973)
  • Mystery to Me (1973)
  • Heroes Are Hard to Find (1974)
  • Fleetwood Mac (1975)
  • Rumours (1977)
  • Tusk (1979)
  • Mirage (1982)
  • Tango in the Night (1987)
  • Behind the Mask (1990)
  • Time (1995)
  • Say You Will (2003)
Livealben
  • Live
  • Live at the BBC
  • The Dance
  • Fleetwood Mac: Live in Boston
Kompilationsalben
Extended Plays
Extended Play
Singles
Normdaten (Werk): GND: 7653889-8 (OGND, AKS)